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UNSERE MITGLIEDER KOMMEN ZU WORT

Wo ich Hilfe und Anerkennung als Behinderter fand

Seit April 1998 lebe ich hier in Gotha. Da ich behindert bin, wohne ich im August-Creuzburg-Heim. Dort habe ich mein eigenes Zimmer. Mit meinen 59 Jahren bin ich eigentlich zu jung für ein Altersheim. Doch die Pflege, die mein Zustand erfordert, erhält man da. Durch einen Zufall erfuhr ich eigentlich, daß es in Gotha einen Verband der Behinderten gibt. Man gab mir den Rat, in den Verband einzutreten. Nachts in meinem Bett liegend, gingen mir so einige Gedanken durch den Kopf. Ich mußte mich nun entscheiden: Für oder gegen einen Eintritt in den Verband der Behinderten. Nach einigen Tagen entschied ich mich für den Beitritt. Das war eine kluge Entscheidung, die ich nicht bereut habe. Es kam nun der Tag, an dem ich zum ersten Male im Freizeit- und Informationszentrum des Verbandes war. Mit dem Behindertenbus wurde ich im Heim abgeholt. Ich war sehr neugierig. Es interessierte mich besonders, was für Menschen ich treffen würde. Es sind Frauen und Männer, die auch ein schweres Schicksal meistern müssen. Sie haben nicht resigniert, sondern versuchen, das Beste aus ihrer Lage zu machen. Dies erfordert viel Mut und Courage.
So oft es mir möglich ist, nehme ich an den Veranstaltungen des Verbandes teil. Im letzten Jahr habe ich u.a. viele schöne Fahrten mit dem Verband unternommen. Dadurch konnte ich schon einige schöne Gegenden in Thüringen sehen. Thüringen gefällt mir sehr. Ja, es ist gut, daß es hier in Gotha den Verband der Behinderten gibt.
Fritz Müller Verbandsmitglied

Januar 1999

 

Sechs Jahre Mitglied im VdB KV Gotha e.V.

Nun bin ich schon über 6 Jahre im Verband! In der Chronik des Jahres 1999 habe ich dargelegt, warum ich Mitglied wurde. Es war bisher eine schöne Zeit im Verband. Ich habe rege am Verbandsleben teilgenommen, viele Stunden voller Heiterkeit im Kreise lieber Menschen verbracht. Ich habe viel gesehen von Thüringen. Thüringen ist wirklich das grüne Herz Deutschlands. Ich lernte sogar eine nette Dame kennen, mit der ich nun schon 5 Jahre eng befreundet bin. Ohne den Verband hätten wir uns nie kennen gelernt. Für unseren Rundbrief schrieb ich schon einige Male Berichte über Veranstaltungen des VdB. Sie fanden Anklang bei denen, die sie gelesen haben. Die letzten 6 Jahre gehören zu den schönsten Jahren in meinem Leben.

Fritz Müller, VdB-Mitglied

Oktober 2004

 

 

"Mehr als Kaffee und Kuchen"

Für die meisten Menschen ist der Kaffee am Morgen das Schönste was es gibt. Seit einigen Jahren schon findet man in unserem Veranstaltungskalender neben Disco, Tagesfahrten, Gestaltungsgruppe u.v.a.m. auch regelmäßig Kaffeefahrten. Kürzlich fragte mich meine Schwester, ob mit "Kaffeefahrten" Frühstück gemeint ist. Sie war wohl wegen der Uhrzeit (11.00 Uhr) in die Irre geführt. Meine Antwort kurz, aber einfach: Kaffeefahrt ist alles, was den Gaumen und das Herz erfreut. Egal, ob Frühstück, Mittagessen oder Kaffee und Kuchen, man esse immer munter die Speisekarte hoch und runter. Schön ist, daß wir oftmals viel Zeit haben, so daß längere Gespräche geführt werden können. Dieser Austausch bringt eine gewisse Ruhe und Entspannung, was mancher von uns braucht. Jeder hat die Möglichkeit, sich etwas von der Seele zu reden oder kann einfach zuhören. Spaß und gute Laune kommen dabei auch nicht zu kurz.

Christina Schütze, VdB-Mitglied

Frühjahr 1999

 

 

Eine lustige Kremserfahrt

Meine Mitgliedsnummer in unserem Verband, die Nr. 014 sagt es, ich gehöre zu den Gründungsmitgliedern, zum „alten Inventar“. Die Jahre meines „Dazugehörens“ möchte ich nicht missen. Das Wachsen und Werden, die Höhen und Tiefen des Verbandes, das alles gehört zu meinem Leben. Zum Verbandsleben gehört ein großes Angebot von Veranstaltungen, das eine bunte Palette von Vorträgen bis hin zum geselligen Beisammensein umfaßt. Eine von vielen schönen Erinnerungen verbindet sich mit einer Kremserfahrt. 1992 war es, eigentlich schon lange her. Die Route hieß: Rund um Fischbach mit anschließendem Baudenabend. Der Wettergott war mit uns. Einfach war es nicht, Rollstuhlfahrer und schwerst Gehbehinderte in den Kremser zu „bugsieren“. Das war „Schwerstarbeit“ für alle. Warm eingepackt und guter Dinge ging es mit Hallo durch den Wald. Mit lustigen Liedern und vielen spaßigen Plänkeleien verging für uns die Zeit viel zu schnell. Wohlbehalten erreichten wir Fischbach. Damit war der schöne Tag für uns noch nicht beendet. Auf uns wartete ein weiterer Höhepunkt: ein Baudenabend. Viel Musik, lustige Anekdoten, von einem Förster erzählt und unsere gute Stimmung sorgten für einen unvergeßlichen Abend. In dichtem Nebel traten wir die Heimfahrt an. Einen solch erlebnisreichen Tag, vor allem eine Kremserfahrt, könnte ich mir für die Zukunft noch einmal vorstellen.
Elisabeth Wagner
Mitglied VdB

Januar 1999

 

 

"Erinnerungen"

Für mich wird der 12.05.2005 ein Datum voller Erinnerungen sein, verbunden aber auch mit der Sehnsucht nach meinen und unseren Anfängen.

Ich denke gern daran zurück wie es damals war, als Babara Döring ihre Einladungen austeilte und wir uns am 07. Februar 1990 zum ersten Mal trafen. In diesem Gesprächskreis wurde schon der Grundstein für die Gründung des Behindertenverbandes gelegt.

Am 12.05.1990 war es dann soweit. Unser "Kind" hatte einen Namen. Mit der Gründung des Verbandes der Behinderten Kreisverband Gotha Stadt und Land e.V. begann unsere eigentliche Arbeit.

So stellten sich beispielsweise zuerst die Fragen, was können wir unseren Mitgliedern an vielseitigen Aktivitäten anbieten. Wo würden wir die dafür benötigten Räumlichkeiten finden? Eine Lösung fanden wir mit Unterstützung der Stadt Gotha. So konnten wir im gleichen Jahr in einen Gebäudeteil des ehemaligen Kindergartens "Bummi" einziehen. Damit begann ein reges Verbandsleben mit den unterschiedlichsten Veranstaltungen.

Am 01.10.1990 nahm ich hauptamtlich meine Arbeit im Behindertenverband auf. Für mich begann eine Zeit, die ich nie missen wollte. Ich konnte ein Stück weit für unsere Mitglieder und ihre Alltagsprobleme da sein. Im Laufe meiner Verbandstätigkeit konnte ich nicht immer das tun, was ich mir zum Ziel gesetzt hatte, da ich durch die immer größer werdenden Verwaltungstätigkeiten sehr viele, mir wichtige Arbeiten abgeben mußte.

Aber eines war mir immer wichtig, für unsere Mitglieder stets ein Ansprechpartner zu sein.

Mit der Fertigstellung unseres neuen Freizeit- und Informationszentrum im Januar1996 konnten wir unsere räumliche Situation wesentlich verbessern. Aber es war ein langer Weg bis zum Einzug.

An dieser Stelle "Hut ab" vor unserem damaligen Vorstand. Besonders an unsern Michael, Ludwig und unseren unvergessenen Freund Manfred Backhaus. Sie hatten in dieser Zeit bestimmt oftmals schlaflose Nächte. Aber mit Unterstützung vieler Sponsoren und mit Fördermitteln konnten wir bis zum heutigen Zeitpunkt viele sehr schöne Veranstaltungen in unserem Verbandsobjekt durchführen.

Seit dem Bestehen unseres Verbandes habe ich sehr gute Freunde gefunden. Gemeinsam haben wir uns über Erreichtes gefreut und Tiefen durchlebt. Dazu gehörte leider auch das Abschiednehmen von vielen Mitliedern und Freunden.

Als meine hauptamtliche Tätigkeit im Oktober 2000 auslief, konnte ich mich bis zum heutigen Tag weiterhin ehrenamtlich in die Verbandsarbeit einbringen.

Für die kommenden Jahre wünsche ich mir und uns viel Kraft, um das Erreichte zu erhalten und weiter auszubauen.

.... Ich habe mich oftmals gefragt, was würde ich eigentlich heute machen, wenn Barbara ihre Einladungen nicht ausgeteilt hätte ...

Kerstin Münch, VdB-Mitglied

Gotha, im Oktober 2004

 

 

Die MS-Gruppe

MS ist die Abkürzung für Multiple-Sklerose und bedeutet übersetzt etwa "vielfache Verhärtung". Es ist eine Erkrankung, die das Gehirn und Rückenmark befällt. Man muß sich das etwa so vorstellen: Das Gehirn ist die Schaltzentrale und das Rückenmark sind viele Kabel, in denen die verschiedensten Informationen gesendet werden. Bei der MS ist die Isolierschicht der Kabel an einigen Stellen zerstört und somit können keine Informationen mehr transportiert werden. Die Folge sind Taubheitsgefühle, Sehstörungen, Sprachstörungen und Bewegungsstörungen, die bis zur vollständigen Lähmung führen können. Dabei kann die Krankheit zu Anfang in Schüben auftreten, die dann allmählich bis zum chronischen Verlauf übergehen kann.

Die Gothaer MS-Gruppe besteht seit dem 26.Juli 1990 und wurde von drei MS-Betroffenen gegründet. Heute gehören der Gruppe 19 Mitglieder an, die aus dem gesamten Kreisgebiet kommen, so aus Gotha, Sundhausen, Walteshausen, Bodelschwinghhof, Petriroda, Tabarz und Tambach-Dietharz. Alle Gruppenmitglieder sind Mitglieder im Verband der Behinderten Gotha. Die Treffen finden einmal monatlich, meistens am 2. Montag im Monat statt, wobei in den Wintermonaten die Treffen in den Räumen des Verbandes stattfinden. Dabei werden wir von den Angestellten des Verbandes auch gastronomisch bestens betreut. Dafür an dieser Stelle nochmals recht herzlich Dank. Hier finden dann die verschiedensten Vorträge statt. So geht es um neue Gesetzmäßigkeiten – dies war besonders in der Nachwendezeit sehr wichtig und nützlich- oder um REHA-Mittel, gesunde Ernährung, Behindertenfragen, Pflegeversicherung, Hausnotrufsystem, Gesundheitsreform und anderes. In den Sommermonaten treffen wir uns dann außerhalb, z.B. in Tambach-Dietharz, in Ernstroda, am Paulfeldteich, in Altenbergen, auf dem Boxberg, im Berggarten u.s.w. Wir waren auch schon in Schmalkalden, Finsterbergen und Georgenthal, wo man uns eine behindertengerechte Küche vorstellte. Den Reiterhof in Wangenheim haben wir besucht, wo ein Mitglied unserer Gruppe an der Reittherapie teilnahm. Die jährlichen Sommerfeste mit Kaffee, Kuchen, Bratwürsten u.s.w. gehören auch dazu.

1997 besuchten wir die Klinik am Rennsteig in Tabarz, 1998 die Median-Klinik in Bad Tennstedt und 1999 wollen wir uns noch die m & i Klinik in Bad Liebenstein ansehen. Mit dem behindertengerechten Bus der Firma Holtappels-Reisen waren wir dank der Unterstützung von Frau Schrank, von der SKIS (Selbsthilfekontakt – und Informationsstelle) und des Verbandes 1996 zu einer Tagestour in Bad Kissingen und 1997 in Bad Orb. 1998 unternahmen wir eine Fahrt zur Talsperre Hohenwarte. Nach einer Schiffsfahrt fuhren wir weiter nach Saalburg. 1997 war es uns möglich, die REHA-Messe in Düsseldorf zu besuchen. Die Fahrtkosten des Busses wurden vom Ahorn-Vital-Zentrum gesponsert. Wir waren auch schon zu einem Vortrag über Ernährung, speziell bei MS (Multiple - Sklerose) im Apo-Care Pflegedienst Gotha. An den verschiedensten Veranstaltungen, die durch den Behindertenverband angeboten werden, nehmen wir rege teil. Schließlich geht es darum, die Betroffenen z.T. aus der Isolation herausholen, damit sie etwas anderes sehen, hören und erleben.

Wenn es auch manchmal nur ein Kaffeeklatsch ist, freuen sich die meisten doch auf die monatlichen Begegnungen.

Klaus Blume, SHG "Multiple Sklerose"

Februar 1999

 

Hilfe geben bedeutet für mich, mir auch selbst Hilfe und Kraft zu geben

Es war im Herbst 1990. Eine kleine Zeitungsnotiz, die ich zufällig las, machte mich darauf aufmerksam, daß an einem Samstag zwischen dem Neumarkt und dem Hauptmarkt der Behindertenverband Gotha den 1. Tag der Behinderten durchführt. Das machte mich doch neugierig, da ich ja selbst behindert bin und zu DDR-Zeiten es nur während der Kurzeit möglich war, sich mit anderen Leidensgenossen zu unterhalten, wie sie z.B. den Alltag bewältigen. Ich fand es gut, daß sich in Gotha eine Gruppe Behinderter organisiert hatte. An dem besagten Samstag war es kühl und naß. An verschiedenen verstreuten Ständen informierten die Mitglieder des Verbandes der Behinderten mit Broschüren über das Rentenrecht, sie verteilten den Behindertenratgeber und anderes Informationsmaterial. Auch das Statut des Verbandes und Aufnahmeanträge waren vorhanden. Zu Hause angekommen, füllte ich gleich den Aufnahmeantrag aus und schickte ihn ins Büro des Verbandes mit dem Vermerk, daß ich nicht nur ein passives, sondern ein aktives Mitglied werden möchte. Es dauerte auch nicht lange, und ich erhielt mit meiner Mitgliedskarte auch eine Einladung, in die Räume des Verbandes zu kommen.
Der ehemalige Bürgermeister der Stadt Gotha, Herr Kukulenz hatte dem Verband unter bestimmten Auflagen 2 Gruppenräume, eine winzige Küche, ein Büro und einen Abstellraum im baupolizeilich gesperrten Kindergarten „Bummi“ in der Damaschkestraße zu Verfügung gestellt. Durch die Eigeninitiative wurden die Räume so gestaltet, daß wir uns dort wohlfühlten und vielfältige Veranstaltungen durchführen konnten. Nach kurzer Zeit wurde ich in den Vorstand als Beisitzer berufen. Als junger Verband mußten wir uns natürlich auch profilieren. Nach zahlreichen Diskussionen im Vorstand und mit Mitgliedern fanden wir recht schnell Leitlinien für unsere inhaltliche Verbandsarbeit. Neben der Öffentlichkeitsarbeit, der Suche nach Verbündeten in den Verwaltungen, um baldmöglichst barrierefreie Städte in unserem Kreis zu haben, setzten wir für unsere Arbeit die Priorität auf die Freizeitgestaltung. Diese Überlegungen bewähren sich noch heute. Mit Hilfe unserer Sozialpädagogen, die als ABM-Kräfte in unserem Verband arbeiten, werden täglich 1 – 2 Veranstaltungen für und mit Behinderten gestaltet. Als wir im Januar 1996 unser neues Freizeit- und Informationszentrum beziehen konnten, war es auch möglich, niveauvolle Veranstaltungen im größeren Rahmen durchzuführen. So können wir neben Treffen der Selbsthilfegruppen auch Vorträge, gemeinsame Veranstaltungen mit anderen Vereinen und Verbänden, Familiennachmittage, künstlerische Gruppen, wie „Freizeit kreativ“ und Gestaltungsgruppe, Bastel- und Spielnachmittage für unsere Jugendgruppe und die beliebten monatlich stattfindenden Jugenddiscos und Partytreffs mit Alleinunterhaltern und kleineren Kulturgruppen durchführen. Dienstags sind die beliebten Tages- oder Kaffeefahrten angesagt. Dieses breite Angebot bietet unseren Mitgliedern die Möglichkeit, an diesen vielfältigen Angeboten teilzunehmen oder sich selbst zu bestätigen. Natürlich kostet es auch viel Kraft und Kreativität das Verbandsleben zu organisieren. Jeder vom Vorstand und von unseren Mitgliedern versucht nach besten Kräften die Veranstaltungen so vorzubereiten, daß sie auch ein bleibendes Erlebnis für unsere Mitglieder werden. Seit fast drei Jahren bin ich arbeitslos bzw. Rentner. Da mir Organisation von Veranstaltungen viel Freude macht, bin ich auch täglich im Verband, um gemeinsam mit den Mitarbeitern und anderen Verbandsmitgliedern das Verbandsleben zu organisieren. Mir macht diese Freizeitbeschäftigung große Freude. Sehr große Hochachtung habe ich vor meinem Freund und Vorsitzenden des VdB, Michael Schneider, der trotz seiner Arbeit im 3-Schicht-System fast täglich Zeit findet, gemeinsam mit uns über alle Belange des Verbandes zu sprechen und neue Ideen für die Verbandsarbeit zu entwickeln. Manchmal wünsche ich mir, daß es noch mehr „Schneiders“ in unserem Verband gäbe. Die große Resonanz bei unseren Mitgliedern für unsere Veranstaltungen gibt mir immer wieder die Bestätigung, daß meine ehrenamtliche Arbeit nicht umsonst und sinnlos ist. Sie gibt mir auch die Kraft, meinen Alltag zu bewältigen und anderen Menschen mit Behinderungen zu helfen, ihr Leben mit Freude und Zuversicht zu erfüllen. Die zahlreichen Gespräche über all die Dinge, die uns bewegen, lassen immer wieder das Gefühl aufkommen, daß wir uns in unserem Freizeitzentrum wie in einer großen Familie fühlen. Persönlich wünsche ich mir Gesundheit, damit ich noch viele schöne Stunden mit meinen Freunden im Verband erleben kann.
Manfred Backhaus
Stellv. Vors. des VdB

 

In Dankbarkeit ...

Am 24. Juli 1999 verstarb unser Freund und stellvertretender Vorsitzender Manfred Backhaus. Mit ihm verloren wir einen Garant unserer Verbandsarbeit der vergangenen Jahre. Seine Persönlichkeit hat eine Vielzahl unserer Veranstaltungen und Unternehmungen geprägt. Durch seine aufgeschlossene Art haben wir die Anerkennung erfahren, die unsere Erfolge ausmachten. Der Verlust unseres Freundes hat eine große Lücke hinterlassen. Wir sind es unserem Manfred jedoch schuldig, auch weiterhin das Geschaffene zu erhalten und nach vorne zu schauen. Dabei wird es nicht einfach werden, den entstandenen Verlust seiner vielfältigen ehrenamtlichen Arbeit zu füllen.
Manfred hat uns in den vergangenen Jahren viel von seinen Erfahrungen gegeben. Er war mir ein sehr guter Freund, was unsere Arbeit wesentlich prägte. In diesem Sinne werden uns die Jahre mit ihm auch in Zukunft helfen.

Danke Manfred!

M. Schneider
Vorsitzender

 

Gotha

 

Meine Stadt ist bunt.

In kenne in ihr ganz verschiedene Plätze und Menschen.

Laute Orte,

mit tausenden demonstrierenden Menschen;

Schreie und Rasseln, Pfeifen und Johlen

Lärmende Jugendliche in hell erleuchteten Discos,

überall Busse, hupende Autos und klingelnde Straßenbahnen.

 

Aber auch leise stille Orte!

Kleine und große Kirchen,

mitten im Stadtgewühl,

wo man die Stille genießen kann.

 

Ich kenne auch hektische Plätze

Der Arnoldiplatz

Mit rennenden Menschen,

die die Bahn noch bekommen wollen.

 

Leute

Die zur nächsten Veranstaltung oder Verabredung wollen,

ungeduldig werden,

wenn die Ampel nicht gleich grün wird,

und schimpfen,

wenn jemand langsamer ist.

 

Aber auch ruhige Stätten,

wie der nahe Wald,

wo singende Vögel ihre Nester bauen,

ein lustig plätschernder Bach

über fröhlich klimpernde Steine fließt.

Wo Bäume aufsprießen,

um später in voller Blüte zu stehen und

leckere Früchte zu tragen.

 

In meiner Stadt gibt es auch hässliche Flecken,

wo Müll herum fliegt,

den niemand wegräumt,

Kritzeleien an die Häuser geschmiert sind,

wo alles grau und dreckig ist

und grölende vor sich hin labernde Besoffene herum torkeln,

um sich schließlich in einer Ecke übergeben.

 

Und schöne Orte,

wie Schloss Friedenstein, der Hauptmarkt mit Rathaus und

barocke Kirchen, Orangerie, die am Abend mit Beleuchtung so

prachtvoll aussehen.

 

Wiesen am Boxberg, Seeberg und Kranberg,

blühende Bäume und Blumen,

die mit Farben um die Wette das eintönige grau der Straßen erhellen.

 

Es gibt auch abweisende Orte.

Verlassene Gebäude mit aufgebrochenen Türen und kaputten Fenstern.

Wo es kein grün gibt.

Idioten dich zusammen schlagen

Und wo das ganze Jahr über Schatten ist

 

Man findet aber auch freundliche Plätze.

Wo junge Menschen

In den letzten Strahlen der untergehenden Sonne Gitarre spielen und

Lieder singen.

 

Wo Kinder Ball spielen und Gelächter herüber weht.

Dort, wo du mit offenen Armen empfangen wirst und die Sonne Herzen erwärmt.

 

Ich liebe meine Stadt,

so wie sie ist,

mit allen Orten

und allen unterschiedlichen Menschen,

die in dieser Stadt leben.

 

Ruth Braeuer

Januar 2007

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